Station Z0
Behandlungschwerpunkt Emotionsregulation (DBT-A)

Die Station bietet neun stationäre Behandlungsplätze.

Im Verlauf ihrer Entwicklung ist der Umgang mit Gefühlen und zwischenmenschlichen Situationen für viele Jugendliche herausfordernd. Unser Therapiekonzept haben wir speziell für die Behandlung Jugendlicher im Alter von 13 bis 17 Jahren mit starken Stimmungsschwankungen, einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, Traumafolgestörungen und/oder anhaltenden Problemen der Emotionsregulation entwickelt. Das Programm dauert in der Regel zwölf Wochen. Die Behandlung basiert auf der Dialektisch-Behavioralen Therapie für Adoleszente (DBT-A nach von Auer und Bohus). Unsere Station ist offiziell Zertifizierungsanwärter für DBT-A beim Dachverband Dialektisch Behaviorale Therapie (DDBT e. V.) und arbeitet nach entsprechenden Leitlinien und mit modernsten Manualen (DBT-A, DBT-PTBS für Adoleszente).

In einem persönlichen Vorgespräch stellen wir unser Therapieprogramm im Detail vor und klären die Indikation.

  • Die Aufnahme erfolgt auf ärztliche oder psychotherapeutische Zuweisung.
  • Informationen zur Aufnahme erteilen die Oberpsychologin, die Stationsleiterin oder die zentrale Triagestelle, Telefon +41 44 929 81 11 oder +41 44 929 83 33.
  • In Versicherungs- und Kostenfragen unterstützt Sie gerne die Patientenadministration, Telefon +41 44 929 82 46.
  • Für die Besuchszeiten gelten spezielle Vereinbarungen, die nach Rücksprache individuell getroffen werden. Besuche sollen so geplant werden, dass die Teilnahme an der Schule und den Therapien gewährleistet ist. Sollte ein Besuch zu einer aussergewöhnlichen Zeit notwendig sein, klären Sie bitte im Vorfeld die Optionen mit dem Behandlungsteam.

Das strukturierte Therapieangebot DBT-A der offen geführten Station richtet sich an Jugendliche, die lernen möchten, ihre intensiven Emotionen zu regulieren, um stabile Beziehungen zu führen und ihren Alltag zu meistern. Es ist ein Weg zwischen Akzeptanz des aktuellen Zustands und der Bereitschaft zur Veränderung mit anschliessender Umsetzung.

In verschiedenen einzel- und gruppentherapeutischen Angeboten lernen die Jugendlichen Fertigkeiten zur Verbesserung der Emotions- und Stressregulation, der zwischenmenschlichen Kompetenzen sowie der inneren Achtsamkeit. Zudem werden den Jugendlichen und ihren Bezugspersonen Strategien zur familiären Kommunikation und Interaktion vermittelt.

Ein besonderer Fokus der interprofessionell aufgebauten Therapie liegt darauf, selbstschädigende und suizidale Verhaltensweisen zu reduzieren und neue Verhaltensfertigkeiten in den Alltag zu integrieren. An den Wochenenden sollen die Jugendlichen ihre erarbeiteten Strategien ausserhalb der Klinik erproben.

Im Zentrum unserer Behandlung stehen Jugendliche, die Schwierigkeiten in der Emotions- und Anspannungsregulation sowie in der Beziehungsgestaltung haben. Unser intensives Therapieprogramm eignet sich für Jugendliche ab 13 Jahren, bei denen eine ambulante Behandlung nicht genügt, aber eine Akutstation nicht nötig ist. Für einen Eintritt müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • intrinsische Therapiemotivation
  • stabile Wohnform für Wochenend-Urlaub und Belastungserprobungen unter der Woche
  • Absprachefähigkeit bezüglich Suizidalität
  • keine Medikation mit Benzodiazepinen
  • Bereitschaft zur Abstinenz von allen Substanzen (allenfalls nach vorgängiger Entzugsbehandlung)

Wir orientieren uns an einem ganzheitlichen Krankheitsverständnis. Verschiedene Angebote aus dem kreativ-gestalterischen Bereich (Ergotherapie) und auch körperorientierte Verfahren (Bewegungstherapie) ergänzen die Behandlung und ermöglichen einen neuen Zugang zu Gefühlen und körperlichem Erleben.

Eine angenehme und altersgerechte Gestaltung des Aufenthalts ist uns wichtig. Es stehen Einzel- und Doppelzimmer mit eigenem Bad zur Verfügung, die Rückzug und Erholung ermöglichen. Die Reinigung der Zimmer wird durch eine Fachperson unterstützt. Die Mahlzeiten werden von der Küche zubereitet und im Schöpfsystem ausgegeben. Vegetarische und vegane Angebote sind bei Bedarf möglich. Wir nehmen Rücksicht auf Allergien und Unverträglichkeiten. Gleichzeitig wird die Selbstständigkeit gezielt gefördert. Dazu gehören verschiedene Ämtli im Alltag, wie beispielsweise die wöchentliche Kochgruppe.

Um die eigene Wäsche selbst zu waschen, stehen eine Waschmaschine und ein Tumbler zur Verfügung.

Stationsinformationen

Dr. med. Niklas Brons
Chefarzt Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie Clienia Schlössli AG
Executive MBA HSG
Martina Siedler
Leitende Ärztin / Stv. Chefärztin